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Iranische Delegation besucht Niederösterreich

Iranische Politiker und Firmenvertreter machten sich auf Einladung von Landesrätin Dr. Petra Bohuslav persönlich ein Bild von Niederösterreich. 

(27.01.2017) - Der Iran lag 2015 an der 40. Stelle bei den Exporten aus Niederösterreich. „Hier gibt es noch großes Potenzial. Unser Ziel ist es, in den kommenden fünf Jahren das Exportvolumen in den Iran von rund 43 Millionen Euro (Ausgangsjahr 2014) auf 100 Millionen Euro zu verdoppeln“, erläutert Wirtschaftslandesrätin Dr.in Petra Bohuslav. „Dass das Interesse am Iran seitens der niederösterreichischen Unternehmen nach wie vor groß ist, haben wir auch an der regen Teilnahme an einem Iran Business Dialog Ende 2016 gesehen. Und auch in den Gesprächen mit den Unternehmen konnte ich feststellen, dass sich die Projekte konkretisieren, wenn auch nach wie vor Geduld und Ausdauer gefragt sind.“

Markazi, eine Nachbarprovinz von Teheran, gehört zu jenen iranischen Provinzen, die über eine breite industrielle Basis verfügen, vor allem in den Bereichen Schwerindustrie, Maschinenbau, Energie, Erdöl und Erdgas sowie bei der Fahrzeug-/Lokomotivenproduktion. WKNÖ-Vizepräsident Dr. Christian Moser: „Diese Themenfelder sind für die heimische Exportwirtschaft sehr interessant. Der Modernisierungsbedarf ist nach den vielen Jahren der Isolation enorm. So sehen wir mit den Betrieben aus dieser Region beispielsweise gute Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Schienenverkehr und Infrastruktur, Maschinen und Anlagen, aber auch in der Ausbildung.“

© NLK J. Burchhart, v.l.: Mohammadreza Jafari (Präsident der Industrie- und Handelskammer Arak), Zafar Afshoun (Vize-Governeur der Provinz Markazi), Dr.in Petra Bohuslav (Wirtschaftslandesrätin), Dr. Christian Moser (WKNÖ Vizepräsident) Dr. Gabriele Forgues (Geschäftsführerin ecoplus International), Mag. Helmut Miernicki (Geschäftsführer ecoplus)

Geschäfte mit einem Markt, der jahrelang vom internationalen Handel ausgeschlossen war, entwickeln sich nicht von heute auf morgen. „Für den Geschäftsabschluss mit iranischen Betrieben brauchen unsere Unternehmen viel Geduld. Ich bin aber überzeugt: Die wirtschaftliche Öffnung des Irans wird sich 2017 weiter fortsetzen und die Geduld unserer Betriebe macht sich bezahlt“, ist IV NÖ-Präsident Thomas Salzer überzeugt.

Einige durchaus positiv stimmende Beispiele von heimischen Unternehmen, die auch Teil niederösterreichischen Delegation waren, bestätigen diese Ansicht. Auch sie nutzen die Möglichkeit, im Zuge des Gegenbesuches ihre Kontakte zu vertiefen. So arbeiten zum Beispiel Voith Digital Solutions, Compact Millings Systems oder auch Schnabl Stecktechnik an der Realisierung vielversprechender Projekte. Die in Wöllersdorf angesiedelte Firma Deltabloc, die Fahrzeugrückhaltesysteme aus Beton erzeugt, steht dabei ebenso auf der Besuchsliste der iranischen Gäste wie das Michelhausener Unternehmen Brucha oder die Leobersdorfer Maschinenfabrik. Alle drei sehen großes Marktpotenzial im Iran.

„Für eine kleine Volkswirtschaft wie unsere ist der Export als wichtiger Wirtschaftsmotor unerlässlich. Mit ecoplus International unterstützen wir heimische Betriebe seit vielen Jahren bei ihren Aktivitäten im Ausland und sondieren neue Märkte – wie zum Beispiel den Iran - für die niederösterreichische Exportwirtschaft. Gerade im Iran konnte gemeinsam mit der WKNÖ/AWO sowie der IV NÖ bereits viel erreicht werden“, so ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki und Dr.in Gabriele Forgues, Geschäftsführerin der ecoplus International GmbH. „Dass sich für Mai bereits eine weitere Iranische Delegation – diesmal aus Teheran – angesagt hat, beweist das große Interesse des Iran an einer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Niederösterreich.“

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