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Best of – il meglio di Milano

EXPO, Tuttofood und prodotti tipici italiani – niederösterreichische Lebensmittelerzeuger nutzten vom 3. bis 5. Mai die Marktsondierungsreise nach Mailand und informierten sich über Trends auf dem italienischen Lebensmittelmarkt. Gabriele Forgues, Geschäftsführerin ecoplus International, über ihre Eindrücke des kulinarischen Streifzugs in Mailand.

Der Dom (duomo) ist das Herz Mailands – berechtigterweise. Nach langjähriger Renovierung erstrahlt der Dom in alter, jedoch (wieder) weißer Marmorpracht. Prachtvoll auch das nähere Umfeld des Doms – dort befinden sich nicht nur Mailands erste Adressen der weltweit bekannten Fashion-Geschäfte, wie Prada, Gucci und Trussardi, auch renommierte Genusstempel der italienischen Küche sind dort zu finden.

Peck: Traditionell & elitär 
Das geschichtsträchtige und sehr noble Peck bietet das Feinste vom Feinen – rund 80 Prozent der Delikatessen sind laut Auskunft des Store-Managers italienischer Herkunft: Sehr selektiv und mit einer unendlich scheinenden Auswahl an italienischen Spezialitäten – perfekt und stilvoll präsentiert. Der Weinkeller ist sensationell und soll zu den fünf besten Weinkellern weltweit zählen. Wer Interesse an sehr raren Tropfen hat, sollte bei Peck fündig werden.
Ein paar österreichische Weine haben ihren Weg in diesen exklusiven Weinkeller gefunden, der aber klar von italienischen und französischen Weinen dominiert wird. Italiener sind in dieser Hinsicht wenig experimentierfreudig. Die Tradition des Hauses – gegründet wurde Peck 1883 von einem nach Italien emigrierten tschechischen Metzger – ist an allen Ecken spürbar. Äußeres Zeichen dafür sind beispielsweise die bestens erhaltenen, knallroten Berkel Wurstschneidemaschinen aus den 30er Jahren, die an fast jeder Ecke bei Peck stehen. Gekocht und zubereitet werden die Delikatessen zum Teil in der hauseigenen Küche – auch dort trifft Tradition auf Moderne und höchste Qualität.

Peck arbeitet gerne mit kleinen, spezialisierten Produzenten und Manufakturen zusammen, die dann die unter dem Namen „Peck“ verkauften Delikatessen herstellen – meist wird von ihnen verlangt, dass sie 100 Prozent ihrer Kapazitäten für Peck zur Verfügung stellen.

Dass Peck elitär und nicht für jedermann’s Geldbörse geeignet ist, versteht sich von selbst – bei Interesse werfen Sie einen Blick auf die Preise im Online-Shop von Peck. Für Staatsbanquettes wird gerne auf das Catering-Service von Peck zurückgegriffen. Alle jene, die zum offiziellen Empfang anlässlich der Eröffnung der Expo 2015 am 1. Mai geladen waren, labten sich an Peck’schen Spezialitäten.

Marktplatz & Erlebnisplatz: Eataly
Moderner, aber nicht weniger italienisch – auch dort finden sich zu 80 bis 90 Prozent Waren italienischer Herkunft in den Regalen – präsentiert sich der vor einem Jahr in Mailand eröffnete Flagshipstore von „Eataly", eine genussvolle Erfolgsgeschichte jüngeren Datums. Gegründet von Oscar Farinetti, aus einer italienischen Unternehmerfamilie stammend, öffnete 2007 der erste Eataly-Store in Turin seine Pforten. Mittlerweile zählt Eataly 27 Filialen, darunter auch Stores in Japan, in den USA (NY, Chicago), in Dubai und in der Türkei (Istanbul) – in Bälde soll Eataly in London – in Kooperation mit Selfridges – eröffnet werden.

Das Konzept hinter Eataly? Wie der Name schon sagt, geht es einerseits um’s Essen („to eat“), andererseits um Italien (Italy). Eataly soll „Marktplatz“ und „Erlebnisplatz“ für italienische Lebensmittel und für italienisches Lebensgefühl sein. Es soll nicht nur um erstklassige Produkte „made in Italy“ gehen, sondern auch die Menschen, die für diese Produkte stehen, als auch die (traditionellen) Produktionsmethoden präsentieren und dem Kunden näherbringen. Im Gegensatz zu Peck stehen die italienischen Hersteller und Brands in den Regalen im Vordergrund. Man kann in den Stores zusehen, wie die unterschiedlichsten Pastas oder auch Mozarella hergestellt werden – und erleben und lernen, wie Nahrungsmittel entstehen. Und man kann natürlich vor Ort in den diversen Restaurants essen. Rund 70 Prozent des Sortiments sind in allen Eataly Stores gleich, 30 Prozent sind regional unterschiedlich. Denn viele sehr kleine Produzenten könnten nicht alle Eataly Stores in ausreichender Menge beliefern.

Die Eataly Standorte werden sehr gezielt ausgewählt. In Italien wird immer eine für den jeweiligen Ort geschichtsträchtige Location gesucht – es wird nie neu gebaut. Im Falle Mailands wurde das frühere Teatro Smeraldo als Standort gewählt – eine kleine Bühne, wo man noch auf dem ursprünglichen Holzboden des Theaters stehen kann, erinnert daran. Abgesehen von Essen und Esskultur finden in diesem Eataly Store daher, zur Geschichte der Location passend, Konzerte und Kulturveranstaltungen statt.

Eataly präsentiert sich – im Vergleich zu Peck – moderner und zugänglicher. Auch was Preise betrifft – siehe Online-Shop. Den Wocheneinkauf wird eine italienische Durchschnittsfamilie aber wohl eher auch nicht bei Eataly erledigen.

Genuss und gutes Essen nehmen in Italien nach wie vor eine zentrale Rolle ein – Tradition wird beim Essen groß geschrieben, die Italiener lieben (zu Recht) ihre eigenen Produkte. Die lokale Konkurrenz ist stark, für niederösterreichische Unternehmen eine tolle Herausforderung zu zeigen, dass auch Österreich zahlreiche Spezialitäten & Köstlichkeiten zu bieten hat.

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