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China Businesstalk: Impressionen & Ausblick

Fast 120 Gäste beim China Businesstalk am 14.2. 2019. Unternehmen und Experten, darunter ORF-Asienexperte Raimund Löw waren sich einig: Das „große“ China ist für das „kleine“ (Nieder-)Österreich ein chancenreicher Markt. 

Zugegeben, der Perspektivenwechsel auf der Landkarte irritiert am ersten Blick, entspricht aber der Realität: Die chinesische Landkartenvariante zeigt China – durchaus berechtigt – als „Reich der Mitte“ und ein sehr kleines Europa „links oben im Eck“, skizziert Raimund Löw, ORF-Asienexperte am Beginn seiner Keynote die Dimensionen. Chinas Comeback ist beispiellos: Noch nie in der bisherigen Menschheitsgeschichte kam es vor, dass sich innerhalb von 30 Jahren die Lebensbedingungen für so viele Menschen derart rasant verbesserte. So haben sich etwa die durchschnittlichen Löhne seit den 1980er-Jahren verzehnfacht oder mutierte Shenzhen vom einstigen Fischerdorf zum Silikon Valley Chinas. 

„Bereitschaft zu probieren“

Die Perfektion, eine Eigenschaft, die die beiden Länder Österreich und China durchaus verbinden und die „Bereitschaft zu probieren bzw. die Fähigkeit, Produkte schnell auf den Markt zu bringen“, zeichnen China zweifellos aus und stehen für den rasanten Aufstieg des Landes, so Dietmar Schwank, AWO-Regionalmanager für Asien. Glanz, der auch Schattenseiten mit sich bringt: Chinas Botschaftsrat in Österreich Gao Xingle erwähnte allen voran die immer noch herrschende Armut im Land, umweltpolitische Themen oder auch Herausforderungen im Finanzsektor oder internationale Handelskonflikte. 

Erfolgreich im „Reich der Mitte“

Mit Projekten der Superlative oder in Zahlen 2,2 Mrd. Tonnen jährlich in China verarbeiteten Zement, unterstrich Umdasch Group Prokurist Werner Reicher die Dimensionen in der Baubranche (im Vergleich: In Europa werde jährlich 250 Mio. Tonnen Zement verbaut). Mit der größten Schrägseilbrücke der Welt mit ihren weltweit höchsten Pylonen (325 m) geht’s für das Amstettner Unternehmen auch künftig hoch bzw. weit hinaus in China.

Dass der Einstieg auch seine Lehrjahre und Geduld erfordert, unterstrich Manfred Wildauer, Country Group Manager von Kotányí. Das in Niederösterreich produzierende Unternehmen ist seit 13 Jahren am chinesischen Markt mit Produkten vertreten. Waren es anfangs nur wenige Gewürzcontainer aus Niederösterreich, die nach China verschifft wurden, gehen inzwischen jährlich 2,5 Mio. Kotányí-Produkte über den Ladentisch. „Wir entwickeln inzwischen den chinesischen Markt mit, das ist ein großer Unterschied, als sich nur dem Markt anzupassen.“

AGRANA-Vorstandsvorsitzender Johann Marihart sprach von einem sehr anspruchsvollen Markt und chinesischen Konsumenten, die „innovative Produkte lieben“ – sei es in Form von Verpackungslösungen oder Geschmacksrichtungen.

Anspruchsvoll ist auch das Klientel von Pollmann International. So sind 93 % der namhaften Automarken mit Pollmann bestückt. Mit einem Standort nähe Shanghai ist Pollmann International seit 10 Jahren in China vertreten, ca. 600 Mitarbeiter sind vor Ort beschäftigt. Die Bauphase zweier Werke zumal in China (Kunshan) als auch im niederösterreichischen Vitis unterstreichen den Pollmann-Erfolgskurs bzw. die Tatsache, dass Exportgeschäfte Arbeitsplätze in Niederösterreich schaffen. „China versucht sich im Vorsprung, besonders auch im Bereich der E-Mobilität“, so Stefan Pollmann über seine Markteindrücke. 

 „Von Trends partizipieren“ 

Die immer vielfältiger werdende Gesellschaft, die eine individuelle Transformation durchlebt steht zwar stark im Widerspruch zum politischen System, öffnet aber Türen u.a. für Unternehmen aus Niederösterreich. So ist China längst nicht mehr die „Werkbank der Welt“. Der Konsum- und Dienstleistungssektor entwickelt sich rapide, Luxuswaren, Lebensmittel, Forschungskooperationen, Medizintechnik sind Branchen bzw. Kooperationsmöglichkeiten mit hohem Potenzial. Heimische Unternehmen können als Nischenanbieter punkten bzw. werden von chinesischen Unternehmen für deren Integration in einer weltweiten Lieferkette sehr geschätzt. 

"Ich hoffe, dass unser Businesstalk und die von uns mitorganisierte Delegationsreise im April einen Beitrag für einen erfolgreichen Geschäftsaufbau in China leisten“, so  Gabriele Forgues, Geschäftsführerin von ecoplus International.

Nicht nur China steht heuer im Exportfokus: Im Juni findet eine Delegationsreise nach Paris und Lyon am Programm. Die Anmeldung startet in Kürze.  

Fotocredit Bildgalerie: Daniel Hinterramskogler

China Businesstalk: Rückblick in Bildern

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