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Exportmarkt Frankreich: positive Entwicklung in vielen Branchen

„Savoir-vivre“ wird in Frankreich großgeschrieben. Auch geschäftlich hat die Grande Nation viel zu bieten – ein Überblick. 

Mittelalterliche Städte, authentische Bergdörfer, malerische Strände und vorzügliche Küche. Was „savoir-vivre“ angeht, die Kunst, das Leben zu genießen, versteht kaum ein Land so wie Frankreich. Und auch wirtschaftlich bringt die Grande Nation – trotz anhaltender Proteste der „Gelbwesten“ – viele zum Schwärmen. Die französische Wirtschaft wird auch 2019 stärker wachsen als der EU-Durchschnitt. Die positive Entwicklung erstreckt sich über fast alle Warengruppen, darunter Luft- und Raumfahrt, Maschinen und Anlagenbau, Bau & Infrastruktur oder Lebensmittel- und Agrartechnologien.  

  • Im Spitzenfeld: NÖ-Exporte nach Frankreich

Frankreich liegt mit Rang 9 im Spitzenfeld der Exportmärkte niederösterreichischer Unternehmen. Der Export belief sich im Jahr 2018 auf rund 758 Millionen. Das entspricht einem Plus von rund 6 Prozent (vorläufige Exportzahl 2018; Quelle: Statistik Austria). Die positive Entwicklung erstreckt sich fast über alle Warengruppen.  

  • Infrastruktur: Frankreichs Großprojekte

Mit Großprojekten, wie "Le Grand Paris", dem größten Stadterweiterungsprojekt Europas, der Austragung der Ski-WM 2023 in Courchevel-Méribe oder der Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris, zeigen sich beispielhaft wirtschaftliche Potenziale für ausländische Unternehmen. Allein das Budget für die Olympischen Sommerspiele beläuft sich auf ca. 7 Mrd. Euro.  

  • Füllt Auftragsbücher: Le Grand Paris 

Es ist derzeit Europas größtes Infrastrukturprojekt, bei dem Raum zum Wohnen und zum Arbeiten entstehen soll. Grundidee ist es, die Stadt (das Ballungszentrum von Paris) mit umliegenden Gemeinden und Vororten zusammenwachsen zu lassen. Neue Neben-Wirtschaftszentren sollen sich etablieren, um so  Verkehrsnetze und den Immobilienmarkt des Pariser Zentrums zu entlasten. 68 neue Metro-Bahnhöfe sowie vier neue U-Bahnlinien auf 200 neuen Streckenkilometern sind geplant – das entspricht einer Verdoppelung des bisherigen Metro-Netzes. Kosten allein für den Ausbau der U-Bahn: 35 Mrd. Euro 

Le Grande Paris ist derzeit Europas größtes Infrastrukturprojekt. Allein für den Ausbau der U-Bahn werden 35 Mrd. Euro veranschlagt. Foto: Unsplash
  • Gebäudebau: Förderung für Energieeffizienz 

Etwa 8 Millionen Wohnungen in Frankreich (13 Prozent des Gesamtbestandes) gelten als schlecht isoliert, weitere 3,8 Millionen Haushalte haben Probleme, die Heizkosten zu bezahlen. Ziel der Regierung ist es, bis 2028 den Energieverbrauch von Gebäuden um 12 Prozent zu senken. Eine neue Wärmeschutzverordnung soll Anfang 2021 in Kraft treten. Bei Neubauten soll künftig ein Mindestanteil der Heizenergie aus Erneuerbaren Energien bezogen werden.  

  • Qualitätsanspruch: Frankreich importiert 29% der Bio-Produkte

Kaum ein Land zelebriert Mahlzeiten so, wie Frankreich. Essen ist ein wichtiger Bereich des täglichen Lebens, die Grande Nation gilt als Land der Gastronomie. Die Konsumenten fordern qualitativ, hochwertige und gesunde Produkte, die Frankreich nur bedingt selbst decken kann. Fast ein Drittel der Bio-Produkte importiert Frankreich. Österreich besitzt in Frankreich im Bereich Bio-Lebensmittel ein hervorragendes Image und wird als europäischer Bio-Pionier wahrgenommen. Im Vorjahr stieg der Absatz von Bio-Lebensmitteln in Frankreich auf 9,7 Mrd. Euro (+15,7%). 

  • Gute Aussichten: Maschinenbau

Investitionsbereitschaft und mögliche Sonderabschreibungen begünstigen den Sektor Maschinen- und Anlagebau und machen auch diesen Sektor zum Geschäftspotenzial ausländischer Unternehmen. Nachholbedarf hat die französische Industrie im Bereich Automatisierung. 2017 waren pro 10.000 Arbeitsplätze 137 Roboter im Einsatz (im Vergleich: in Österreich sind es 144 Roboter/10.000 Arbeitsplätze; Südkorea liegt mit 631 Roboter/10.000 Arbeitsplätze international auf Platz 1)

  • Weiter im Auftrieb: Luft- und Raumfahrtindustrie

Die französische Luft- und Raumfahrtindustrie deckt den gesamten zivilen und militärischen Bereich ab – Flugzeugbau, Motorenherstellung, Kabinenausstattung und Navigationsgeräte und Flughafeninfrastrukturen. Im Vorjahr verzeichnete die französische Luftfahrtindustrie einen Umsatzzuwachs von 2,1 Prozent, Airbus verzeichnete 2018 einen neuen Höchststand der Flugzeugauslieferungen.

In der Raumfahrt hat die französische Industrie mit einem Umsatz von 4,8 Mrd. Euro ihre Marktanteile halten können. Die Ankündigung zum Start der Serienproduktion der Trägerrakete Ariane 6 haben den Sektor zusätzlich beflügelt. 

Quellen: Außenwirtschaft Austria, GTAI (www.gtai.de), Statistik Austria, Factory (www.factorynet.at)

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