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Exportmarkt Iran – Marktpotenzial versus Risiko

Im Rahmen des „Wiener Abkommens“ wurde die schrittweise Lockerung bzw. Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen den Iran vereinbart. Damit eröffnet sich der heimischen Exportwirtschaft ein hochinteressanter Markt. Beim Iran Businesstalk, zu dem ecoplus International gemeinsam mit der WKNÖ und der IVNÖ einlud, informierten Expertinnen und Experten über Geschäftschancen und Wirtschaftstrends. 

(01. Dezember 2015) – Der Iran und Österreich verfügen bereits heute über sehr gute und enge Wirtschaftsbeziehungen. Seit Jahrzehnten sind Produkte und Dienstleistungen heimischer Firmen im Iran geschätzt, wenngleich die Sanktionen zu einem drastischen Einbruch der bilateralen Handelsbeziehungen führten.

Copyright Jana Madzigon, v.l.n.r.: ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki, WKNÖ-Direktor Dr. Franz Wiedersich, Nahost-Expertin Dr.in Karin Kneissl, Wirtschaftslandesrätin Dr.in Petra Bohuslav, IV NÖ-Geschäftsführerin Mag.a Michaela Roither, Vorstandsdirektor RLB NÖ-Wien Mag. Reinhard Karl und der iranische Botschaftsrat Kazem Mohammadi

Mit der ab Jänner 2016 zu erwartenden schrittweisen Aufhebung der Sanktionen wird der Iran für die niederösterreichische Exportwirtschaft zu einem sehr vielversprechenden Markt. Wirtschaftslandesrätin Dr.in Petra Bohuslav: „Der Export gehört zu den wichtigsten Säulen der niederösterreichischen Wirtschaft. Unser Land weist eine  Exportquote von rund 40 % auf. Statistiken zufolge sichert jede Milliarde Exportumsatz niederösterreichischer Unternehmen über 11.000 Arbeitsplätze und eine regionale Wertschöpfung von 260 Millionen Euro.“
„Beim Export geht es immer auch um die Fragen, welche Märkte weisen eine Dynamik auf und bieten in den kommenden Jahren gute Absatzchancen für niederösterreichische Unternehmerinnen und Unternehmer beziehungsweise wie können wir unsere Betriebe im Wettbewerb an den internationalen Märkten bestmöglich unterstützen. Daher sind Veranstaltungen wie die heutige für uns besonders wichtig und sie findet nicht von ungefähr auch im Rahmen der Internationalisierungsinitiative des Landes Niederösterreich statt“, erläutert Landesrätin Dr.in Bohuslav weiter.

Auch Wirtschaftskammer NÖ- Direktor Dr. Franz Wiedersich sieht großes Potenzial: „Der iranische Markt ist für unsere Betriebe in praktisch allen Bereichen interessant. Besonders im Maschinen- und Anlagenbau, bei pharmazeutischen Erzeugnissen sowie im Umweltschutz mit modernen Entwicklungen in der Wassertechnologie und Luftreinhaltung. Gute Perspektiven bestehen ebenso bei Infrastrukturprojekten und im Lebensmittelsektor. In all diesen Bereichen verfügen NÖ Unternehmen über weltweit gefragtes Know-how.“
Besonders hebt die WKNÖ-Direktor die Unterstützungsleistungen der Wirtschaftskammer für exportorientierte Unternehmen hervor: „Die Aussenwirtschaft NÖ steht weltweit mit ihren AussenwirtschaftsCentern mit Rat und Tat zur Seite. Klein- und Mittelbetriebe erhalten zudem finanzielle Unterstützung über die Initiative ,go-international‘.“

„Großes Interesse am Iran zeigen auch die heimischen Industriebetriebe, die großteils sehr international ausgerichtet sind“, so Mag.a Michaela Roither, Geschäftsführerin der IVNÖ. Wie etwa Haas Waffelmaschinen,  ein niederösterreichischer Leitbetrieb mit weltweiten Niederlassungen, der  bereits seit Jahren im Iran aktiv ist und sich von der Aufhebung der Sanktionen, insbesondere der Finanzsanktionen, einen merklichen Anstieg des Irangeschäftes erwartet.

Bei allen positiven Erwartungen darf aber nicht übersehen werden, dass bis zum erfolgreichen Geschäftsabschluss einige Herausforderungen und Hürden zu überwinden sind. Daher informierten  beim Iran Businesstalk Expertinnen und Experten nicht nur über Geschäftschancen und Wirtschaftstrends, Geschäftsabwicklung und Marktbearbeitung, sondern es wurden auch geopolitische, rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen thematisiert, die bei Iran-Geschäften zu beachten sind.
RLB NÖ-Wien Vorstandsdirektor Mag. Reinhard Karl verwies anlässlich seiner Begrüßung auf die langjährige erfolgreiche Partnerschaft zwischen RLB NÖ-Wien und ecoplus International: „Ein wesentliches Standbein der niederösterreichischen Wirtschaft ist die Internationalisierung. Deshalb ist dies auch eines von vielen wichtigen Themen, das die RLB NÖ-Wien gemeinsam mit dem Land NÖ besetzt, entwickelt und vorantreibt. Durch die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran eröffnet sich ein großer neuer Markt für Unternehmer, den es zu nutzen gilt. Bei der erfolgreichen Umsetzung der Marktchancen im Iran wird zukünftig die enge Zusammenarbeit mit dem Bankpartner in der Analyse und Absicherung der Länder- und Zahlungsrisiken eine große Rolle spielen."

Es wäre aber ein großer Fehler, den Iran nur als Exportmarkt und Wirtschaftspartner zu sehen. Nahostexpertin Dr.in Karin Kneissl: „Der Iran blickt auf fast 4000 Jahre als Staatsnation zurück und ist damit neben China der älteste Staat, der in der Weltgeschichte stets eine Rolle gespielt hat. Jetzt kehrt das Land, OPEC Gründungsmitglied und potenziell wichtiger Erdölexporteur sowie mit den weltweit wichtigsten Erdgasreserven, auf die internationale Bühne zurück. Die iranische Diplomatie versteht sich als Akteur vom Hindukusch über den Persischen Golf bis ins östliche Mittelmeer, wie auch die Mitwirkung in den Wiener Syrien Gesprächen zeigt. Auf Mandarin heißt Iran, Tor nach Asien, was wiederum die Schlüsselrolle dieses Staates, das sich als Reich versteht, deutlich illustriert.“

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