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Geschäfte in der Golfregion: Glanz und Herausforderungen

Der arabische Markt hat viel Potenzial, verlangt aber auch strategisches Geschick und vor allem Durchhaltevermögen. Niederösterreichische Unternehmen sprachen bei „Wirtschaft im Dialog – Chancen der Golfregion“ über Erfahrungen, Strategien und deren Einschätzungen zum arabischen Geschäftsalltag.

„Darum prüfe, wer sich ewig bindet“ – dieses alte Sprichwort rückt im arabischen Geschäftsalltag wieder ins Licht. Denn die Partnersuche ist nicht einfach und nicht jeder, der vorgibt „sich auszukennen, tut es tatsächlich“. Mag. Gerd Bommer, Wirtschaftsdelegierter im AußenwirtschaftsCenter Doha, sprach über seine Golfregion-Erfahrungen und unterstrich auch, dass in Dubai „kein Geld mit Öl und Gas“ mehr gemacht wird, während viel Potenzial im Bau- und Infrastrukturbereich als auch Tourismus stecken. Allein in Dubai sollen 70.000 neue Hotelzimmer entstehen.

Ambitionierte Projekte mit kreativen Finanzierungen
Die florierende Baubranche in der Golfregion spiegelt sich auch in zahlreichen Projekten wieder. Doka, seit über 30 Jahren mit eigenen Niederlassungen im Mittleren Osten vertreten, ist als Komplettanbieter für Schalungslösungen an einigen Bauprojekten beteiligt. So entsteht in Doha derzeit ein neues Stadtviertel, wo auch die Schalungskompetenz von Doka im Gebäude- und Brückenbau gefragt ist. Die Hauptstadt von Katar möchte bis 2020 die Einwohnerzahl von 2 Millionen auf 4 Millionen verdoppeln.

Ein Projekt der Superlative ist derzeit in Entstehung: Der Kingdom Tower in Jeddah, Saudi-Arabien: Mit einer Fläche von mehr als 530.000 m2² entsteht ein Wolkenkratzer, der Büros, Wohnungen, ein Einkaufszentrum, ein Hotel sowie die höchste Aussichtsplattform der Welt beherbergt. Doka entwickelte die gesamte Schalungslösung und erhielt damit den bislang größten Auftrag der Firmengeschichte.

Die Finanzierung seitens des Auftraggebers erfolgte mit kreativem Ansatz: Der Kingdom Tower entsteht auf einem Landschaftsstreifen, umgeben von Wüste. Der Bau des Turmes wertet das Umland jedoch auf, sodass sich durch den Verkauf der umgebenen Flächen der Tower finanziert.

„Raumfluss, wie ein Geist der drinnen fliegt“
Ebenfalls in einer kargen Wüstenlandschaft, entstand das Sheikh Zayed Desert Learning Center in Al Ain (VAE). Ein Gebäude, welches ein Museum und ein Forschungszentrum für Wüstenlandschaft und Umweltthemen beherbergt. Architekt Dipl.Ing. MDesS Talik Chalabi plante dieses Gebäude und veranschaulichte bei Wirtschaft im Dialog seinen Zugang und Inspirationsquellen. Landschaft und Tiere, die sich zum Teil auch in den Boden vergraben aber auch bestehende, jedoch nicht umgesetzte unterirische Gebäudeprojekte, inspirierten Talik Chalabi und seine Partner bei der Planung.

Die Gebäudegeometrie erzeugt eine durchgängige Schleife, eine architektonische Promenade. Der Raum ist „wie ein Geist, der drinnen fliegt“, so Chalabi. Im Gegensatz zu der flachen Wüstenlandschaft in der man nur die Horizontalität erleben kann, bietet das Gebäude mittels einer Raumspirale eine Vielzahl an Raumerlebnissen in vertikaler Richtung an.

Tausende Lichter für Mekka
Einen „Jahrhundertauftrag“ hat Lights of Vienna, Unternehmen für Design, Entwicklung und Fertigung von dekorativer und hochwertiger Beleuchtung, erhalten. Das niederösterreichische Unternehmen liefert tausende Luster für die neue Pilgerstätte in Mekka mit einer Auftragssumme von rund 130 Millionen Euro. Der größte Beleuchtungskörper misst sechs Meter im Durchmesser, ist sieben Meter hoch und wiegt über sieben Tonnen. Neun Stück dieser vergoldeten Riesenleuchten werden im neuen Pilgerzentrum neben der alten Moschee in Mekka installiert. „Die Auftraggeber schätzen unsere hohe Qualität und Flexibilität“, so Mag. Andreas Liebsch von Lights of Vienna. Liebsch verriet bei Wirtschaft im Dialog aber auch, dass es ohne „Geduld und Durchhaltevermögen sowie einen starken und verlässlichen arabischen Partner“ nicht zum Auftrag gekommen wäre.

Marktsondierungsreise als Grundstein & Sprungbrett
Dr. Gabriele Forgues, Geschäftsführerin ecoplus International: „Erfahrungsaustausch, Markteinschätzung und Herausforderungen. Mit Wirtschaft im Dialog wollten wir niederösterreichische Unternehmen vernetzen, deren Know-how bündeln und mögliche Synergien identifizieren. Im Auftrag von Wirtschaftslandesrätin Bohuslav hat ecoplus International gmeinsam mit der Wirtschaftskammer NÖ und der Industriellenvereinigung 2010 eine Exportoffensive für niederösterreichische Unternehmen in die Golfregionen initiiert, nach Russland und der Türkei stand 2013 die Golfregion im Fokus.“ Die im Jahr 2013 durchgeführte Marktsondierungsreise nach Dubai und Abu Dhabi erwies sich für einige teilnehmenden Unternehmen als Grundstein und Sprungbrett für erfolgreiche Exportgeschäfte.

Sie interessieren sich für Exportgeschäfte in den Golfraum? Wir unterstützen Sie gerne.
Kontaktieren Sie uns per E-Mail: internationalisierung@ecoplus.at oder telefonisch unter: 02742/9000-19710

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