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Mein Denver: Freundlicher Business Hub im bergigen Zentrum der USA

Gregor Vogrin, Managing Partner GCI Management und ecoplus International-Partner für die USA, über sein Denver und Chancen für niederösterreichische Unternehmer. 

Wer an Denver und Colorado denkt, hat vielleicht immer noch Blake Carrington, den Öl-Magnaten, seine blonde, gut-herzige Frau Krystle und die ihm permanent ans Leder gehende, biestige Ex-Frau Alexis, gespielt von Joanne Collins, aus der 1980er-Kult-Serie “Der Denver Clan” im Hinterkopf. Ich lebe und arbeite hier seit 2012 – Oil & Gas spielt zwar immer noch eine Rolle, seit Denver Clan hat sich sehr, sehr viel geaendert. Am Fuß der Rocky Mountains gelegen, ist Denver – the Mile High City – wir befinden uns auf 1.600m Seehöhe, oder richtiger gesagt, die Denver Metro Area, die aus mehreren zusammengewachsenen Gemeinden besteht, mit seinen 3 Millionen Einwohner eines der am schnellst wachsenden Ballungszentren in den USA.

Das Dreieck Denver-Boulder-Colorado Springs hat sich zu einem viel beachteten Business- und Tech-Hub entwickelt: Wer nicht gleich das Headquarter hierher verlegt, wie z.B. das Fortune500 Unternehmen DaVita (weltweit 2. größter Dialyse-Anbieter), kommt oftmals mit großen Operations. Beste Beispiele sind Google oder der riesige Investment- & Pensionfund Charles Schwab. 

Denver: Guter Nährboden für starke Wirtschaft 

Was macht Denver so attraktiv? Die mehr als 4.000m hohen Rocky Mountains, die mit Vail, Beaver Creek und Aspen sowohl im Sommer als (vielleicht noch mehr) im Winter locken, und die mehr als 300 Sonnentage im Jahr alleine können es nicht sein. Sind es auch nicht – obwohl ich beides gerne nehme! 

Denver: Starke Wirtschaft, Rocky Mountains und 300 Sonnentage ergeben eine Stadt mit tollem Work-Life-Paket

Colorado und Denver bieten eine ausgezeichnete Mischung aus Old- und New Economy und setzen auf 14 Key-Industrien mit starkem Wachstumspotential: Advanced Manufacturing, Aerospace, Bioscience, Creative Industries, Defense, Electronics, Energy & Natural Resources, Food & Agriculture, Health & Wellness, Infrastructure Engineering, Technology & IT, Tourism & Outdoor Recreation und, last but not least, Transportation & Logistics. Um die großen Namen, wie Ball Aerospace, Lockheed Martin, Raytheon, Arrow Electronics, Horizon Organic, Level 3, Dish, Liberty Global, Kroenke Sports & Entertainment, Intrawest, Vail Resorts, CH2M und Western Union haben sich kleine, mittlere und größere Zulieferer angesiedelt.

Die wirtschaftlichen Stärkenfelder kombiniert mit einer im US-Vergleich top-ausgebildeten Workforce und gemischt mit einer guten Prise Venture Capital und Private Equity sind ein guter Nährboden für eine starke lokale Wirtschaft, die seit Jahren significant über dem US-Schnitt wächst. Darüber legt man dann noch die Nähe zur Natur, die Schönheit der Landschaft und die mehr als 300 Sonnentagen und fertig ist ein tolles Work-Life-Paket. Das verstehen offensichtlich auch viele Amerikaner, den die 100.000 Zuzüge pro Jahr vor allem in den Großraum Denver bringen Colorado an die 2. Stelle im US-weiten Ranking der wachsenden Bundesstaaten. 

Grüner Vorreiter & größter US-Government-Thinktank

Colorado ist im US-Vergleich ein grüner Vorreiter-Staat geworden und beheimatet mit den National Renewable Energy Laboratories (NREL), nicht nur den größten US-Government-Thinktank mit (immer noch) einem Milliardenbudget und vielen Renewable Energy Initiativen, sondern auch das größte Vestas Werk für Windturbinen, Siemens betreibt ein großes Renewable Energy R&D Lab.

Apropos Sustainability: Nachdem Kimbal Musk gemeinsam mit seinem Bruder Elon Paypal 2004 fuer $1.5 Milliarden an eBay verkauft hat, zog er nach Boulder, sattelte vom Tech Investor auf Wirt um und eroeffnete “The Kitchen”: Urbane Gerichte mit internationalem Touch, alle Zutaten von Bio-Bauern aus der Umgebung, serviert mit viel Charme im chicen Gasthaus. Das Konzept ging auf, mittlerweile ist “The Kitchen” eine US-weit expandierende Gasthaus-Kette.

Ein wichtiger Aspekt, der für Denver spricht: Trotz den seltenen Vorteilen einer Business-Millionenstadt mit tollem Naturangebot in Hülle und Fülle (innerhalb einer Stunde wandert, radelt oder fährt man im hochalpinen Gebiet Ski), sind die Lebenskosten noch immer relativ leistbar bzw. im Vergleich mit der Bay Area / Silicon Valley oder New York / Boston / Washington, DC billig. Für Menschen, die neben dem Mehr an Sustainability und Natur darauf Wert legen, in einem vernünftigen und gleichzeitig leistbaren Haus zu leben und ihre Kinder auf eine gute öffentliche Schule schicken zu können, aber gleichzeitig ein herausforderndes internationales Arbeitsumfeld im Großtadtkontext suchen, offensichtlich genau das Richtige. Die Legalisierung von Marihuana soll für die Kaste der Millenials nochmals das ihre dazu beitragen haben. Umgekehrt finden Arbeitgeber gute und motivierte Mitarbeiter zu günstigeren Konditionen.

"Die USA bieten viele Chancen für niederösterreichische Unternehmen"

Chancen für niederösterreichische Unternehmen gibt es in den USA sehr viele. Und Denver ist ein idealer Business Standort. Warum? Neben dem guten lokalen Wirtschaftsumfeld in den oben genannten Key-Industries aus einem sehr simplen logistischen Grund. Höchstwahrscheinlich verteilen sich potentielle Kunden und die Go-To-Business-Places über das ganze, große Land. Denver ist super zentral gelegen, der wirklich tolle Flughafen (mit 55m Passagieren pro Jahr der Sechstgrößte in den USA, weltweit Platz 18) verbindet mit alle wichtigen US Business-Hubs an der Ost- oder West-Küste, sowie Chicago und Texas zwischen einer und drei Stunden Flugzeit. Hier der einzige Wermutstropfen: Einen Direktflug nach Wien gibt es keinen. Wer direkt will, kommt über München.

Eine Reihe Austro-Firmen sind schon da: Die Voestalpine produziert Weichen, Pewag Schneeketten und Swarco Spezialanstriche fuer die Verkehrsindustrie. Die Maschinenbauer Komptech Farwick, Binder+Co und APV Landmaschinen, aber auch junge Software- und Tech-Companies, wie z.B. Connecting Software, Nousguide oder Geoprospectors, haben hier ihren US-Sitz. Fast ein Muss: Lifterzeuger Doppelmayr hat natürlich auch eine lokale Niederlassung.

Denverites: freundlich & offen

Der Jerry Maguire Sager “Show me the money!” von Cuba Gooding Jr. zu Tom Cruise spiegelt sicher einen guten Teil der US-Einstellung zum Leben generell und Business im Speziellen wider. Das gilt natürlich auch für die Denverites (so heißen die Bewohner). Die Berge machen die sport- und naturverrückten Menschen hier aber einfach freundlicher und offener als wir Kontinental-Europäer (sowieso) oder jemand aus NYC oder Chicago. Ich mache das immer am “Aufzug-Test” fest. Im Wiener Lift schaut man krampfhaft auf den Boden, in NYC immer noch halb-runter, in Chicago sieht man sich vielleicht schon kurz in die Augen. In Denver nickt man sich zu und redet kurz über die Denver Broncos (die oft sogar das letzte Football-Spiel gewonnen haben), eine Bergwanderung oder den letzten Snowstorm, den man hoffentlich beim Tiefschneefahren verbracht hat... 

Gregor Vogrin, geboren in Wien, WU-Betriebswirtschaft, Finance-MBA der WU-Exac. 3 Jahre Sales Manager bei einem Sportartikelkonzern, seit 1999 Management Consultant für Strategy | Operations | Corporate Finance. Seit 2005 bei GCI Management, von 2005 bis 2012 CEE-Internationalisierungs- & Restructuring-Consulting, seit 2012 Managing Partner des US-Office in Denver, CO mit einem Schwerpunkt auf die strategische und operative Begleitung von US-Markteintritten und Restrukturierungen von US Töchter deutsch-sprachiger Unternehmen.

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Kontaktieren Sie uns: internationalisierung@ecoplus.at

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