Zielgenau

zu den richtigen Infos

Zielland


An welchem Land sind Sie interessiert?

Branche


In welcher Branche sind Sie tätig?

Volltextsuche

ZURÜCK

Q&A: Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in der Türkei

Wasserquellen sind in der Türkei begrenzt verfügbar. Welche Chancen ergeben sich für (niederösterreichische) Unternehmen? Wir haben die Antworten.

 

 

WASSERVERSORGUNG

Wie viele Mengen Wasser werden im Jahr über Trinkwasserleitungen verteilt? Rund 5,1 Mrd. m³ Wasser pro Jahr. Der größte Teil wird aus Talsperren, Brunnen oder Quellen gewonnen. Der Rest aus Flüssen, natürlichen und künstlichen Seen. 

Gibt es eine Technologie, die sicherstellt, dass das Trinkwasser genießbar ist? Ja, die gibt es. Generell bestehen die Anlagen aus Flockungs-, Sedimentierungs-, Filtrations-, und Desinfektionseinheiten. In den letzten Jahren wird statt Vor-Chlorierung mit Ozon oxidiert. Einige Anlagen in Istanbul verwenden Karbonfilter. Bei Wasserversorgungsnetzen, die keine konventionellen Aufbereitungsanlagen haben, wird das Wasser üblicherweise durch Chlorierung aufbereitet. Der Chlorgeschmack ist dann so dominant, dass das Wasser nicht trinkbar ist. Wasser in Kanister zu kaufen, ist daher üblich. 

Besteht Wasserknappheit? Besonders im Sommer kommt es in Großstädten immer wieder zu Engpässen. Das Wasser ist also nicht nur knapp, sondern auch aufgrund der hohen Chlormenge oft nicht trinkbar.

Wie gestaltet sich das Tarifsystem? Die Tarife variieren je nach Provinz. Der Preis für die Industrie liegt deutlich höher als für private Haushalte. In den Provinzen Istanbul und Izmir wird keine gesonderte Abwassergebühr erhoben, die entsprechenden Kosten werden bei der Kalkulation des Wassertarifs berücksichtigt. 

Welche Chancen ergeben sich für (niederösterreichische) Unternehmer? Der Wasserpreis stieg innerhalb von fünf Jahren um 50 %. Marktpotenzial gibt es für Geräte und Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung sowie Sicherstellung der Wasserqualität. Oder auch für Abfüllanlagen, da Trinkwasser zum Großteil abgefüllt gekauft wird. Absatzpotenzial haben auch Messgeräte, die für öffentliche Wasseranbieter oder für Labore zum Einsatz kommen. 

ABWASSER

Wie lässt sich die Situation im Bereich der Abwasserentsorgung skizzieren? In diesem Sektor gibt es großen Handlungsbedarf. Zwar wurde in den letzten Jahren verstärkt investiert und die Anzahl der Kläranlagen stieg, dennoch leben 46 % der Bevölkerung in Städten ohne Kanalisationssystem. Von den 2 Mrd. m3 Wasser, die jährlich von diesen Kommunen ins Meer fließen, sind etwa 540 Mio. m3 ungeklärt.

Welche Chancen ergeben sich für (niederösterreichische) Unternehmen? Ausländische Unternehmen können vor allem mit deren Know-how und Technologien punkten, die es so in der Form noch nicht in der Türkei gibt. 

Welche organisatorischen Strukturen sind zu beachten? Grundsätzlich unterscheidet man zwischen den städtischen und industriellen Bereich. Die Entsorgung wird in der Regel in Form von Build-Operate-Transfer-Modellen (BOT) vergeben. Da türkische Unternehmen dieses Know-how nicht verfügen, sind ausländische Unternehmen gefragt. 

Quelle: GTAI, ixpos.de

Auch Sie wollen im Export erfolgreich sein?

Kontaktieren Sie uns:

Sie haben Fragen?

Unsere Ansprechpartner kümmern sich gerne um Ihre Anliegen:

ecoplus International GmbH
Herrengasse 13
1010 Wien

Büroadresse Niederösterreich:
Niederösterreich-Ring 2, Haus A
3100 St. Pölten