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Rumänien: Das sind die Branchen mit Potenzial

Rumäniens Wirtschaftswachstum zählt zu den Top-Performern innerhalb der EU – ein Branchencheck.

Rumänien bekräftigte 2018 mit einem Wachstum von über 4 % die positive Wirtschaftsentwicklung – ein Trend, der sich aus den Vorjahren fortsetzte und das Land zu einem Top-Performer innerhalb der EU macht. Steuersenkungen erhöhten die Konsumfreudigkeit der knapp 20 Mio. Einwohner und machen Rumänien zum attraktiven Markt mit steigender Inlandsnachfrage. Niederösterreichs „Aufholjagd“ begann 2018. Die Exporte stiegen um 22,5 % auf 505 Mio Euro. Das 1. Halbjahr 2019 bestätigt diese positive Exportentwicklung.

Rumänien als Automotive-Standort

Der Automotive-Sektor ist mit einem Umsatz von rund 28 Mrd. Euro im Jahr 2018 der wichtigste Bereich der rumänischen Industrie. Innerhalb der EU nimmt das Land mit der derzeitigen Produktion von Automobilen und Komponenten den 10. Platz ein. Dacia (Renault) und Ford sind die beiden lokalen Automobilproduzenten. Landesweit gibt es über 600 Zuliefer-Produktionswerke, die über 200.000 Angestellte und Arbeiter beschäftigen. Diese Entwicklung hat Rumänien zu einem dynamischen Markt der Automobilproduktion bzw. Automobilzulieferproduktion in Zentral- und Osteuropa gemacht. Der Anteil von Elektroautos und Fahrzeugen mit Hybridantrieb liegt bei rund 3 Prozent. In manchen Städten kommen im Nahverkehr bereits Elektrobusse zum Einsatz. 

Der Automotive-Sektor ist der wichtigste Bereich der rumänischen Wirtschaft und dynamischer Markt in Zentral- und Osteuropa. Foto: unsplash

Rumänien als Nahrungsmittelimporteur 

Die steigende Kaufkraft, wachsende Qualitätsansprüche der Konsumenten sowie ein stark expandierendes LEH-Netzwerk (besonders im Bereich der Convenience-Stores), machen Rumänien zu einem lukrativen Absatzmarkt. Zudem ist Rumänien – trotz seiner starken landwirtschaftlichen Kapazität – stark von Lebensmittelimporten abhängig. Der Markt für Milch und Milchprodukte wächst fast kontinuierlich und erreichte im Vorjahr ein Jahresvolumen von 1,1 Mrd. Euro. In Rumänien werden nur wenige Käsesorten (meist Weichkäse aus Kuhmilch) hergestellt, der Großteil wird importiert. Weitere beliebte Produkte sind Butter, Sauerrahm und Kefir. 

Käsespezialitäten werden zum Großteil importiert. Beim Brot überwiegt nach wie vor das Weißbrot und wird traditionell in großen Mengen gegessen. Der Geschmack tendiert langsam in Richtung Körner- und Schwarzbrot. Foto: unsplash


„Des Rumänen liebstes Gemüse ist das Schweinefleisch“

Dieses Sprichwort aus dem Volksmund hat bis heute seine Gültigkeit. 2018 lag der monatliche Pro-Kopf-Konsum von Fleisch bei ca. 3,7 kg, fast die Hälfte des Fleischkonsums entfällt auf Schweinefleisch. Fleisch und Fleischprodukte machen auch einen Großteil der Nahrungsmittelimporte aus. Dieser Tendenz wird sich in den nächsten Jahren kaum ändern, wenngleich die urbane Bevölkerung zunehmend auf Konsumtrends aufspringt. So sind Bio-, vegetarische, vegane sowie zucker- und fettreduzierte Lebensmittel auf Vormarsch. Nischen, die besonders für niederösterreichische Unternehmen lukrativ sein könnten. Auch Fisch und Meeresfrüchte sowie Fertiggerichte gewinnen im städtischen Bereich an Bedeutung. Städtische Verbraucher sind in der Regel auch bereit, mehr für hochqualitative Produkte zu bezahlten. 

Speiseöl & Bioprodukte

Rumänien ist eines der europäischen Länder mit dem höchsten Speiseölverbrauch, ca. 75 % des Bedarfs entfallen auf Sonnenblumenöl, 15 % auf Olivenöl und sonstige Öle. Bei Olivenöl wird Premiumqualität bevorzugt, vorzugsweise gekauft von Konsumenten mit höherer Kaufkraft. Der Markt von Speiseölen lag im Vorjahr bei rund 225 Mio Euro.

Rund 20 Mio. Euro Umsatz entfielen 2018 auf Bio-Lebensmittel – ein Verkaufsvolumen von rund 2 %. Auch der Biomarkt ist stark von Importen abhängig. 

Rumänien als Digitalisierungs-Nachrüster

Zwar punktet Rumänien mit schnellem Internet in den städtischen Gebieten als auch Breitbandtechnologien, dennoch ist das Land Schlusslicht im EU-Index für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft. Das soll die nationale Digitalisierungsstrategie mit Milliardeninvestitionen ändern. Bis 2020 sind rund 4 Mrd. Euro für die Digitalisierung von öffentlichen Dienstleistungen, Cloud Computing, E-Health, E-Commerce und F&E geplant. Für die Entwicklung des 5G Standards wird voraussichtlich Ende 2019 eine Ausschreibung für Lizenzierung veröffentlicht. 

Experten sehen zudem einen großen Nachholbedarf in der Robotik. Hoher Bedarf herrscht auch im medizinischen Bereich, Telemedizin steht noch ganz am Anfang. Traditionelle Branchen, wie etwa den Einzelhandel, könnten auf lange Sicht sogar bedroht sein, wenn nicht rechtzeitig auf die Digitalisierung der Angebote, Kommunikation und Logistik sowie Kundenbindung gesetzt wird. 

Quellen: GTAI, WKO

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