Zielgenau

zu den richtigen Infos

Zielland


An welchem Land sind Sie interessiert?

Branche


In welcher Branche sind Sie tätig?

Volltextsuche

ZURÜCK

Start-up: Join My Wedding

Fremde Menschen auf der eigenen Hochzeit? Menschen, die man also noch nie zuvor gesehen hat und wahrscheinlich auch nicht mehr wieder sehen wird? Klingt ungewöhnlich, ist aber ein sehr erfolgreiches Geschäftsmodell eines ungarischen Start-ups. Die Idee dahinter: Hochzeitsgast in Indien sein. 

Eine Indienreise, eine Einladung zur Hochzeit und der generelle Gedanke, dass Menschen gerne zu Hochzeiten gehen. Aus Erlebnissen und einem Grundgedanken haben die beiden Ungarinnen Márta Matécsa und Párkányi Orsolya ihr Unternehmen Join My Wedding im April 2016 gegründet. Dass das Business Potenzial hat, zeigt die Statistik: 40 Milliarden USD werden jährlich für Hochzeiten ausgegeben, rund 11 Millionen Eheschließungen finden pro Jahr statt.

JoinMyWedding-Gründerinnen Márta Matécsa und Párkányi Orsolya (Foto: JoinMyWedding)

Partycrash: bis zu 500 USD

Es herrscht Volksfeststimmung in Indien, sobald eine Hochzeit bevorsteht, die meist mehrere Tage dauert und deutlich ins Budget geht”, so Márta Matécsa, die einst selbst als Gast zu einer Hochzeit in Indien geladen war. Und so enstand auch die Idee von Join My Wedding. Das System ist einfach und Airbnb ähnlich. Die Website ist Plattform für Brautleute und Gäste – statt Schlafplätze werden Gästekarten für Hochzeiten vergeben. Gast sein bei Payal & Nikhil, Jagdish & Neeraj oder Tamal & Ria? Interessenten haben die Wahl, welche Hochzeitsparty sie crashen wollen. Etwa 20 bis 30 externe Partytickets werden für eine Hochzeit mit 1.000 Gästen vergeben. Das exotische Erlebnis kostet bis zu 500 USD pro Ticket, Unterkunft, mehrtägige Verpflegung, die Teilnahme an Ritualen und Zeremonien inklusive. Die Preise legen die Gastgeber fest, werden aber danach von Join My Wedding geprüft, ob diese mit den üblichen Preisen im Einklang stehen. Wer sich registriert bzw. Tickets für seine Hochzeit anbietet, prüfen die beiden Ungarinnen genau. Orsolya: „Am Land sind leider immer noch Hochzeiten üblich, wo Kinder verheiratet werden. Das lehnen wir natürlich strikt ab.“

Indische Hochzeitsrituale live erleben (Foto: Dinesh Cyanam/Flickr, CC BY-SA 2.0)

Crowdfunding-App für Hochzeiten

Für Werbung musste das Unternehmen bislang noch kein Geld ausgeben – das Start-up war dennoch sehr schnell in aller Munde. Einige Medien haben die Story aufgegriffen. Die englische BBC ist eigens für eine Reportage zu einer Hochzeit nach Indien gereist. Inzwischen hat sich das Team verdoppelt, ganz ohne Finanzierung wird es aber dennoch nicht funktionieren. Die beiden Geschäftsfrauen haben daher schon Pläne und wollen ein Hochzeits-Crowdfunding-Tool entwickeln. Statt dem berühmten Kuvert mit Bargeld sollen geladene Gäste bereits im Vorfeld investieren, um so das Brautpaar finanziell zu unterstützen.

Sie haben Fragen?

Unsere Ansprechpartner kümmern sich gerne um Ihre Anliegen:

ecoplus International GmbH
Herrengasse 13
1010 Wien

Büroadresse Niederösterreich:
Niederösterreich-Ring 2, Haus A
3100 St. Pölten