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Urban Lifestyle New York

Eine unterirdische Parkanlage, Plantagen auf Dächern, populäre stillgelegte Bahntrassen. Zugegeben, das klingt schon alles etwas schräg. Und vielleicht sind es gerade diese „schrägen“ Projekte was diese Stadt so besonders auszeichnet, so reizvoll und so attraktiv macht – New York City. Kaum eine Stadt pulsiert mehr, kaum eine Stadt inspiriert mehr und kaum eine Stadt wünscht sich mehr an Grünfläche und Natur.

Freie Flächen sind im wolkenkratzergeprägten Manhattan rar bzw. kaum noch vorhanden. Und so bedarf es schon etwas Spürsinn, diese auszumachen. Denn eines weiß auch die lokale Politik: Die New Yorker Bevölkerung hat den Wunsch nach mehr öffentlichen Raum, mehr Natur und nachhaltigen Strategien. Projekte wie der High Line Park oder Urban Farmings zeigen auf, wie vermeintlich verbaute Flächen nachhaltig genutzt werden können.

Vergessenes Viertel wird zum Hot-Spot

Auf einer stillgelegten, abbruchreifen Bahntrasse im New Yorker Meatpacking District, einem Industrieviertel, das in den letzten Jahrzehnten von Kriminalität geprägt war, entstand zwischen 2006 und 2014 ein über 2,3 Kilometer langer, etwa neun Meter über dem Straßenniveau verlaufender, Park. Die Schienen der Trasse sind vielerorts geblieben, dazwischen grünt und blüht es, Wege führen entlang der alten Strecke, gesäumt von Bänken. Seit der Eröffnung 2009 haben mehr als 20 Millionen Menschen den Park besucht. Dass sich die High Line, wo u.a. auch Führungen entlang der Blumenbeete, kostenlose Sportkurse, Konzerte und Workshops für Kinder angeboten werden, sofort zum Besuchsmagneten entwickelte, kam durchaus überraschend. Inzwischen avancierte das einst fast vergessene Viertel zu einem der teuersten Immobilienstandorte in New York. Und das ist – angesichts der steigenden Immobilienpreise rund um das Areal – nicht ganz unumstritten. Schließlich sind die Mietpreise in Manhattan jetzt schon horrend hoch, Anrainer und Unternehmen befürchten, sich die Mieten auch hier bald nicht mehr leisten zu können. Und dennoch ist der Park, der von der Zeitschrift „Wallpaper“ zum „Lebensverbesserer des Jahres“ gekürt wurde, nicht mehr wegzudenken. Die High Line steht einfach für einen generellen Trend zu mehr Natur und Bewegung in New York.

Photosynthese unter der Erde

Highline Park New York

Nach High Line kommt The Lowline – der weltweit erste unterirdische Park. Pläne liegen von einem New Yorker Start-up Unternehmen bereits vor. Eine – seit 1949 nicht mehr genutzte – unterirdische Straßenbahnendstation an der Lower East Side in Manhattan soll künftig als grüne Ruheoase für die New Yorker dienen. Dank einer neuen Solartechnologie sollen Pflanzen und Bäume unter der Erde wachsen und gedeihen können. Dazu soll das Sonnenlicht überirdisch mithilfe von Kollektoren gebündelt, durch Kanäle in den Untergrund geleitet und dort über ein raffiniertes Spiegelsystem verbreitet werden. Mit einer Crowdfunding-Kampagne wurden 223.000 US-Dollar gesammelt – genug, um eine funktionsfähige Miniaturversion des Untergrundparks zu bauen und in einem verlassenen Lagerhaus auszustellen. Bürger, die auch eingeladen sind, aktiv ihre Ideen für den Park einzubringen sowie prominente New Yorker zeigten sich gleichermaßen von diesem Vorhaben begeistert. Die Fertigstellung ist für 2018 geplant, die Finanzierung des 55-Millionen-Dollar Projekts ist noch nicht geklärt. Außerdem hängt vieles noch von der Zustimmung der New Yorker Verkehrsbehörde ab, die als Eigentümer anderweitige Pläne für die Nutzung des 5.000m2-Areals hat.

Landwirtschaft am Dach

Großtstadtdschungel und Landwirtschaft – auch das ist New York, auch das ist kompatibel. Was vielerorts auf Dachgärten als Studentenprojekte begann, wuchs sprichwörtlich in den letzten Jahren.

Brooklyn Grange: New Yorks größte Dachfarm

Brooklyn Grange ist New Yorks größte und in den USA führende Dachfarm. Seit 2010 werden – mittlerweile auf zwei Dächern – im New Yorker Stadtteil Brooklyn Obst, Gemüse und Kräuter kultiviert. Die Mission: Ein finanziell tragbares und ökologisch nachhaltiges Modell für urbane Landwirtschaft, um für New Yorker gesunde und köstliche Produkte anbieten zu können. Schnell florierte die Idee, inzwischen werden jährlich rund 60.000 kg Bioprodukte geerntet und an lokale Restaurants oder am Wochenmarkt verkauft. Eine Hühnerfarm sowie eine eigene Bienenzucht für die Produktion von „dacheigenem“ Honig erweitern das Sortiment, das vor allem auch den ökologischen Fußabdruck der Stadt bzw. der Nahversorgung verbessern soll. Und die New Yorker lieben es. So muss man sich – um wöchentlich eine Obst- und Gemüsebox zu erhalten – monatelange im Voraus für eine Mitgliedschaft bewerben. Das Know-how von Brooklyn Grange ist gefragt – auch über die Stadtgrenzen. Das Team bietet Beratung und Unterstützung für all jene, die auf den Geschmack des Urban Gardenings gekommen sind – das reicht von kleinen Privatbalkonen bis zu Städten, wie Barcelona oder Berlin, die sich schon Tipps von Brooklyn Grange geholt haben. Die landwirtschaftlichen Dachflächen sind auch beliebte Locations für Veranstaltungen und Workshops. Und doch sollen sie am Ende des Tages vor allem eins bleiben: Ein Ort, wo man an Tomatenrispen riechen und den Sonnenuntergang bewundern kann und den wahren Wert von hochwertigen Obst und Gemüse spüren kann.

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