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US-Baukonjunktur boomt

Hochkonjunktur für die US-Hochbauindustrie: Gregor Vogrin,unser Mann in den USA, über Trends und Chancen.

Erinnern Sie sich an den legendären Film “Geschenkt ist noch zu teuer” mit Tom Hanks aus dem Jahr 1986? Tom Hanks schlägt mit einem großen alten Mansion ein vermeintliches Schnäppchen und erlebt dann sein amerikanisches Hinterholz 8. Eine Szene zeigt, wie Horden an Handwerkern in ihren Pickup-Trucks anreiten, um erst das Haus komplett zu verwüsten, ehe sie letztendlich ein wunderschön renoviertes Haus hinterlassen. 

"Framing ist die traditionelle US-Bauweise" 

Seit 1986 hat sich zwar einiges im Bau-Sektor in den USA getan. Dennoch ist beim Einfamilienhaus (und dem eigenen Industriezweig “Home Flipping”, also dem Kauf und der Renovierung eines alten Hauses mit meist nachfolgendem Verkauf) der Bau-Prozess sehr ähnlich geblieben – nämlich die traditionelle US-Bauweise des "Framings" (Holzriegelbau). 

Vom Keller bis zur Doppelgarage in 6 bis 9 Monaten

Je nach Region, Budget und Gebäudeart und Alter gibt es einen betonierten Keller oder Crawl Space. Dies ist ein ca. 1 bis 1,5 Meter tiefer Aushub mit einer betonierten Stemwall-Foundation. Dann kommt der “Framer”, der auf den Keller den Wood- oder Steel Frame daraufstellt. Der “Roofer” baut Dachstuhl und deckt das Dach. Dann kommen Elektriker und der HVAC Guy. Wenn diese fertig sind, wird isoliert und der Dry Waller tritt auf den Plan. Er baut die Innenwände bzw. macht die Außenwände innen zu. Der Bodenleger (“Hardwood guy” and/ or “Tiler”) legt Parkett, Holzdielen, Fliesen oder Teppich. Last but not least kommen Painter und Sider (Außenwand-Siding oder Bricklayer) und “machen fertig”.

Alles sehr arbeitsaufwendig, in viele kleine Teilschritte aufgedröselt. Da aber die Framing-Arbeit an sich recht schnell geht, wird ein Einfamilienhaus mit 350m2 Wohnfläche auf Keller, Erdgeschoß und 1. Stock inkl. Two-Car-Garage in 6 bis 9 Monaten gebaut.

Hochkonjunktur der US-Hochbauindustrie

Die US Hochbauindustrie erlebt gerade eine Hochkonjunktur, es wird gebaut wie schon lange nicht. Nicht nur die eingangs erwähnten Einfamilienhäuser jeglicher Größenordnung (+9%), auch im Bereich Multi-Family-Homes (MFH; +6%), also Mehrparteienobjekten, im Commercial (Offices +6%) und Institutional/ Public Bereich (+6%).

Abgesehen von den ersten zwei bis drei Stockwerken, die entweder on-site betoniert oder als Betonfertigteile gebaut werden, unterscheiden sich die Bautechnologien nicht wesentlich bei MFH mit bis zu ca. 6-8 Stockwerken. Ab ca. 10 Stockwerken werden Stahlkonstruktionen rund um einen betonierten Zentralschacht gebaut, der Aufzüge und Stiegenhaus führt.

Trends am US-Bausektor

Aktuell sieht man eine Vielzahl von Trends, die weitaus mehr in Richtung Energieeffizienz gehen als das noch vor ein paar Jahren der Fall war. Der ZeroNetEnergy (ZNE) Plan in California sieht vor, dass ab 2020 alle neu gebauten Residential Buildings energieneutral sein müssen. Die Commercial Buildings folgen 2030. Kalifornien ist immer ein Vorreiter für den Rest der USA.

In diesem Zusammenhang rücken für den traditionell stark holz-geprägten US-Bausektor neue Materialien und insbesondere auch in Zusammenhang mit Fertigteil-Technologien, die in den USA nicht so gängig sind, in den Fokus. Und hier sind alle Spielarten von Pre-Fab-Wood- und Steel-Framing bis hin zu Betonformwerkstechnologien zu sehen. Im Commercial & Industrial Bereich beginnen Insulated Metal Panels (IMPs) mit Energieeinsparungen und Effizienzgewinnen beim Bauen zu punkten und gewinnen an Stellenwert. Auch Holz, sowohl Cross Laminated Timber (CLT) als auch Holz-Hybrid-Technologien, die Bauen mit Holz auf mehr als 5 Stockwerke erlauben, ist mit innovativen Lösungen “on the go”. 

So wie andere Branchen auch der US-Bausektor stark preis-fixiert. Einerseits hört ein potenzieller US- Käufer bei “Savings” – idealerweise in Zeit und Geld – immer hin. Und andererseits sieht man in gehobenen Marktsegmenten – auch in der Ausstattung – einen Trend zu nachhaltigeren Lösungen, wo nicht nur der Preis eine Rolle spielt.

Gregor Vogrin, geboren in Wien, ist Managing Partner bei GCI (Office Denver, USA). 

Sie wollen mit Gregor Vogrin über Ihre Chance am US-Markt sprechen? Wir koordinieren Termine für Sie am  19. oder 20. Juni in Wien.
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