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Zsolt Szinte: Mein Budapest

Budapest ist Pflaster für hippe Cafés und Lokale. Wie es sich in so einer Stadt lebt, verrät unser Kollege Zsolt Szinte.

Ich lebe seit 25 Jahren in Budapest, zwar nicht direkt im Zentrum, sondern in einem kleinen Vorort etwas nördlich der Stadt, direkt an der Donau. Wer die Stadt länger nicht besucht hat, wird sie kaum wiedererkennen. In den späten 1990er Jahren haben noch graue Häuser das Stadtbild geprägt. Ganz verschwunden sind diese – wie auch in jeder anderen Stadt – freilich bis heute nicht. Und so mancherorts, wie etwa der 7. Bezirk, Europas viertgrößtes Judenviertel, wurden genau diese abbruchreifen Häuser en vogue. Hier stört sich niemand an den alten Häusern, im Gegenteil. Der Bezirk hat sich zum beliebtesten Partyviertel entwickelt. Millionen von Touristen genießen hier das Nachtleben in den Ruinenpubs. Zwischen diesen alten Mauern können junge Künstler ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Prämiert: Zweitschönste Stadt der Welt

Der Großteil der Innenstadt wurde inzwischen komplett renoviert. Schmucke Häuser reihen sich aneinander und jeder, der den Stadtkern kennt, weiß, dass dieser nicht bloß aus ein paar Häuserzeilen besteht, sondern wirklich groß ist. Und nicht umsonst wurde Budapest jüngst auch in den USA zur zweitschönsten Stadt der Welt gewählt. Die Gründe sind nicht nur optischer Natur. Budapest gilt als sicher. Es gibt keine No-Go-Areas, also Viertel, die man besser auch tagsüber meiden sollte. Jahrelang hatten etwa Touristen Probleme mit Taxifahrten, Abzocke stand an der Tagesordnung. Um dieses Problem zu lösen, wurden einfach Fixtarife eingeführt.
Budapest war und ist heute immer noch DAS Zentrum des Landes. Hierher konzentriert sich seit jeher alles. Budapest - eine kosmopolitische Stadt, die kulinarisch viel zu bieten hat und immer moderner, kreativer und liberaler als der Rest des Landes war. Abseits der Hauptstadt gelten noch ganz andere Werte. Die Leute sind eher konservativer, Traditionen spielen eine wesentlich wichtigere Rolle. Einstellungen, die sich auch auf der politischen Landkarte widerspiegeln. Auch was Gehälter betrifft, sind die Unterschiede beträchtlich. Budapest isoliert betrachtet, zählt aufgrund des BIP/Kopf zu den reicheren Regionen Europas. Ein Bild, welches sicher mit vielen anderen europäischen Städten vergleichbar ist. Und wie die Wiener am Wochenende gerne aufs Land fahren, um Frischluft zu tanken, tun es die Budapester ebenso.

Bauboom

Es wird generell viel investiert in die Stadt, zahlreiche Bauprojekte sind umgesetzt bzw. am Laufen, viele Großinvestitionen geplant. Die Ausrichtung der Schwimm-Weltmeisterschaften im nächsten Jahr sowie die Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2024 zeigen, Budapest ist startklar für sportliche Großveranstaltungen. Hervorzuheben ist, dass bei diesen zahlreichen Bauvorhaben Nachhaltigkeit im Fokus steht. So müssten etwa bei einem Zuschlag für die Olympischen Spiele nur drei Objekte neu gebaut werden – es wäre damit die günstigste Olympia aller Zeiten. Einzigartig ist auch, dass die Sportstätten nur zwölf Minuten voneinander entfernt liegen.

Sportstadt Budapest
Und Budapest ist nicht nur baulich bereit für die sportlichen Großevents, auch die Bevölkerung steht klar dahinter, wir Ungarn sind sogar ziemlich sportverrückt. Als die ungarische Nationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich diesen Sommer überraschte, wurde der Jogginghosen-Schlabberlook, das Markenzeichen des ungarischen Torhüters, plötzlich straßentauglich. Aber wir Ungarn sind auch kritisch, das Motto „dabei sein ist alles“ ist vielen nicht gut genug. Selbst das erfolgreiche Abschneiden in Rio mit 8x Gold, 4x Silber und 3x Bronze hat nicht alle zufrieden gestellt.

Die Stadt wächst und pulsiert, aber das war eigentlich schon immer so. Vielleicht stand Budapest nicht ganz so im Rampenlicht, aber auch das hat sich in den letzten Jahren, dank innovativer Startups, sportlicher Erfolge uvm. geändert. In diesem Sinne: Entdecken auch Sie die Stadt – abseits von Exportgeschäften – neu.

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